Mittwoch, 21. Februar 2018

Ein Mantel? Nein gleich zwei!!! Und wie cool die sind!

So, da bin ich wieder....


heute mal mit was etwas aufwändigerem. Die liebe Claudia von kibadoo hat einen neuen Schnitt gemacht: ein cooler Mantel mit riesem Kragen und dennoch einfach und schnell zu nähen.
Der Schnitt heißt Laina!


Genäht habe ich zwei Versionen, unfreiwilliger weise, wenn ich erhlich bin.

Denn das erste Modell ist mir zu klein geworden. Entweder habe ich doch mehr zugenommen als gedacht (und da könnte was dran sein) oder ich war einfach zu optimistisch mit dem zuschneiden.
Denn es ist schon manchmal etwas schwierig, wenn man so zwischen zwei Grössen liegt. Und ich finde oft, dass die kleinere Größe mit einer Anpassung bzgl. der Oberweite dann besser sitzt, als nur wegen der Oberweite eine Nummer größer zu nehmen. Dann passt nämlich die Schulter nicht und die finde ich doch immer äußerst entscheiden bgzl. der Paßform.

Und dann kam noch dazu, dass ich beim ersten Modell einen Nähfehler gemacht habe. Alle Augen auf bei den Passezeichen, sag ich da nur!
Das war bei diesem Mantel aus Webware dann das entscheidende! Nachdem ich die Ärmel rausgetrennt habe, den Fehler gefunden und wieder ordentlich eingesetzt habe, konnte ich mich bewegen und der Mantel paßt nun, wenn auch nur mit Shirt darunter.
Aber der Stoff ist auch definitiv eher was für Frühling, als für Winter.

Et voila hier ist Modell 1 genäht aus einem großen schwarz weißen Karo in grober Web-Optik.


Woher der Stoff? Puh, ich glaube den hatte ich bei einem holländischen Stoffhändler bestellt. Aber welcher war es nur? Keine Ahnung mehr....
Mantelstoffe zu finden ist gar nicht so einfach. Gut, das ist auch hochwertiges Material, also kostet es auch gleich mal 30-40€ pro Meter und das ist mir für ein erstes Probeteil dann doch zuviel. Denn ich muss leider alle Stoffe selber bezahlen - leider habe ich keinen Stoffsponsor!


Nachdem der erste Mantel nun gut sitzt, habe ich mir aus einem besseren Wollstoff einen zweiten genäht. Aufgepimpt mit coolen Bändern von wunderpop.de bin ich auch von dem Modell restlos begeistert und lieeeeeebe es. Als Abschluß an dem Arm habe ich anders als im Schnittmuster vorgesehen Bündchen gemacht. Das verstärkt den Sporty-Look noch finde ich!






Der Wollstoff ist schon fest und läßt auch wenig Wind durch, so dass an kühleren Tagen er gut tragbar ist, und das auch ungefüttert und eingentlich ohne Verschluß!
Diesen Stoff habe ich hier vor Ort bei decoline Kollnau gekauft.

Der Mantel kann ohne Futter, dann innen offenkantig, gearbeitet werden, hat eine Kappnaht am Halsausschnitt, kann aber auch mit Futter komplett verstürtzt genäht werden. Wenn der große Kragen innen wie außen aus dem gleichem Material sein soll, dann müsst ihr ordenlich Oberstoff einplanen. Manche Probenäherinnen habe hier aber auch mit der andersfarbigen Innenseite gespielt und den Mantel so zweifarbig gemacht. Auch schön.

Wollt ihr noch was wissen? Dann her mit den Fragen...
Kreative Grüße




Schnittmuster: Mantel Laina von kibadoo
verlinkt bei AWS





















Mittwoch, 31. Januar 2018

neues Outfit

Mein neues Outfit: Winterpulli mit Hose, wer mehr wissen will, der liest den Text, der Rest darf auch nur Bilder anschauen ;-)

Genäht habe ich mir einen Strickpulli nach dem Schnitt FrauNora von Hedinäht, eine HosemitKräuselbund von dieKomplizin und aus dem Rest ein passendes Stirnbard FrauStina nach dem Freebook von Schnittreif.

Aber nun mal im Detail ein paar Sachen zum Outfit:
Der Pullistoff ist ein toller Strick in gelb-braun passend zum Hosenstoff. Leider kratzt er doch etwas, was ich so beim Kaufen nicht entdeckt hatte oder nicht entdecken wollte.
Der Stoff ist sehr stabil und dick, was mir im Halsausschnitt der FrauNora sehr gut gefällt, aber in der Länge dann problematisch war. Ich wollte das ganze etwas als "Vokuhila"-Version, also vorne kurz udn hinten lang aufbauen. Das habe ich auch so schön umgesetzt mit Seitenschlitzen. Aber angezogen hat es mir dann nicht gefallen. Zu mächtig, zu ausladen, hat einfach zu dick gemacht, zu unförmig. Schade.
Da der Pulli wie gesagt auch kratzt, ist er nun in ganzes Stück (sicherlich 10 cm) kürzer geworden und ich werde ihn mit einer Bluse darunter tragen. Der Vorteil vom kurzen Modell ist nun eindeutig, dass die Hose nun gut zur Geltung kommt.



Die Hose mit Kräuselbund hat nämlich auch ihren Reiz durch den Gürtel und den Kräuselbund.
Etwas abgewandelt habe ich das Schnittmuster indem ich eine Fake-Paspeltasche genäht habe und letztentlich auch einen Fake-Eingriff. Das geht ja eigentlich ganz easy.



Die Anleitung für die Paspeltasche findet ihr als Video von Dana direkt auf youtube
Anleitungen zu einem Fakeeingriff gibt es viele, einfach mal googlen, wer das noch nicht kennt.

Der Stoff ist ein toller weich fließender, leicht schwerer Hosenstoff. Sehr schön, aber dennoch leider fransend, so dass der offenkantig genähte Hosenbund leider schon ausgebessert werden musste, weil er sich auflöst.





Passend zur Kombi habe ich aus den Pulli-Resten noch ein Schnittband nach dem Schnittmuster von FrauStina von makerist genäht.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit meinem Outfit, auch wenn ich mal wieder gemerkt habe, dass so vieles zusammenspielen muss um ein perfektes Outfit zu erstellen. Ein paar Kleinigkeiten stören mich noch immer, aber das Zusammenspiel zwischen Schnitt, Passform und dem gewählten Stoff muss jedesmal aufs neue bedacht und berücksichtigt werden. Und je mehr ich nähe, desto höher werden auch meine Ansprüche.





Schnitte:

Pulli FrauNora von HediNäht hier
Hose HosemitKräuselbund von DieKomplizin hier
Stirnband FrauStina von Schnittreif via makerist

verlinkt bei
MeMadeMittwoch
AfterWorkSewing

Montag, 22. Januar 2018

Back to the roots - Neu-Entdeckung der Langsamkeit

Ja, einen Titel zu finden war gar nicht so einfach für diesen Blogpost. Es geht um mich und meine Leidenschaft und meine Ziele und Vorsätze für 2018.

Klar, Sport, gesunde Ernährung und Co habe ich mir auch vorgenommen, aber deswegen lest ihr hier ja nicht mit. Ich habe mir vorgenommen wieder quasi zurück zu meinen (Näh-/Kreativ-)Anfängen zu gehen.
Da ich den Online-Shop nicht mehr habe, merke ich, dass von mir eine große Last und Aufgabe wegfällt und ich tatsächlich wieder mehr Zeit für die Kreativität habe.
Und das ist gut so!
Wieder was Neues zu machen, war so wichtig für mich und so habe ich mir für 2018 doch vorgenommen, neues zu entdecken und auszuprobieren.
Lettering wird auch hier ein Thema sein, da kommt man ja aktuell fast nicht dran vorbei. Aber ich möchte vor allem raus aus meiner Näh-Komfortzone und neue Techniken entdecken.
Den Start habe ich gemacht und mich mit dem Thema Dessous nähen, Lingerie beschäftigt.

Angefangen das Thema zu beobachten habe ich schon 2017 als ich Offline ein paar sehr interessante Damen kennengelernt habe.
Melanie von 500-days-of-sewing, Cecilia von Cecilia-Theresia-Design, Isabell von Isewbella und noch einige mehr. Was eint die Mädels? Ihre Leidenschaft Dessous zu machen.
Was völlig neues für mich.. Warum soll ich eine Unterhose nähen oder einen BH? Das gibt es doch zu kaufen und trägt mit darunter.
Und außerdem, viel zu viele Kleinteile. Ne, nix für mich.

Aber irgendwie lies mich das nicht los. Die Bilder der schönen Modelle sprachen einfach für sich und da es mit meiner komischen Größe doch immer mal wieder schwierig ist, was schönes abseits von Hautton, Schwarz und Weiß zu finden, habe ich mich mal rangetraut.

Mehr um das ausprobieren willens. Denn das wird schon nicht passen, das kratzt sicherlich, zwickt und rutscht... und und und.....

Aber dann kam 2018 und meine Vorsätze. Workshops, neue NahTechniken erlernen... Warum also nicht mit Dessous starten?
Mal eben schnell am Abend mit guter Beratung des Online-Shops zwei Nähsets gekauft, denn das Angebot der Einzelteile hat mich erschlagen.



Unfassbar, was ich alles nicht weiß! Und das wo ich doch denke ich kann auf viele Jahre Näherfahrung zurückblicken, ja ich würde mich gar als Power-Näher bezeichnen!
Aber Unterbrustband, Stäbchenband, Powernet, Spitze, Tüll, Schieber, Trägerband, Laminat, Schaumstoff, Bügel und und und  haben mich an meine Grenzen gebracht.
Glücklicherweise gibt es Sets zu kaufen. Also fertig zusammengestellt, farblich passende KomplettPakete, auf Wunsch und gegen Aufpreis auch mit passendem Schnittmuster.

Na, das kann ich doch (dachte ich!!!) Das bekomme ich hin....

Hab ich auch geschafft und mit mega tollem Ergebnis, aber es war herausfordernd, challenging, anspruchsvoll und viel Friemelarbeit.


Schnitt Bella von Sewy

Mal ehrlich, beim Hoodie oder Shirtnähen bin ich nicht so akkurat unterwegs, dass es auf 0,4 cm Nahtabstand oder 0,7 cm Nahtabstand ankommt.
Vielleicht sollte ich es aber sein? Denn das akkurate abpausen, Ausschneiden, Zuschneiden und nähen hat sich voll gelohnt. Sitzt, passt, und wackelt eben nicht. Denn der BH soll ja was an Ort und Stelle halten, nicht wahr?

Einen riesen Dank geht an 500-days-of-sewing! Melanie hat mir mit Rat und Tat zur Seite auf einem Nähtreffen zur Seite gestanden und mir kleine Tricks und Kniffs verraten. Der BH wäre auch sicherlich so fertig geworden, denn die Anleitung von Sewy ist sehr gut. Aber hätte er auch so gut gepasst? Alleine wann ich welches Nähfüßchen verwenden soll. Das stand zum Beispiel nicht in der Anleitung. Aber mit den Profi-Hinweisen ging das viel besser!
Hab übrigens noch nie so oft Nähfüßchen gewechselt wie beim BH nähen. Und auch Nähwerkzeug habe ich kennengelernt, das kannt ich noch gar nicht. Oder kennt jeder von Euch ein Näh- und Strickmass?



Ja und jetzt brauche ich Material. Jetzt weiß ich wozu ein Powernet gut ist, und das Scuba perfekt wäre. Kenne meine Bügelgröße und weiß dass ich Unterbrustgummi brauche.

Unfassbar wieviel Schnittmuster es zur Wäsche gibt. Wieviele BH-Schnittmuster oder Höschen-Schnitte. Online-Shops, Videotutorial und und und.
Neues Material, neue Werkzeuge brauche ich. Also Prym und Unionknopf und Co - habt ihr da was für mich? Ich muss mich mal auf die Suche machen...

Ich fühle mich wie ein Kind im Bonbonladen und merke, dass sich hier eine neuen Welt auftut.
Eine neue Leidenschaft? Sicherlich eine gut ergänzende zu meiner bisherigen Näherfahrung.

Auch neue Shops und neue Blogs gibt es nun für mich zu entdecken und es macht Freude.
Sicherlich wird dies meine sonstigen Nähbereiche nicht ersetzten, aber dennoch perfekt ergänzen. Man kommt der komplett selbst erstellen Garderobe doch schon wieder etwas näher. 

Was wird also die nächste Challenge? Sicherlich Kleidung aus Webware mit guter Passform. Hosen sind ein Thema für 2018 für mich. Blusenschnitte.
Vielleich mache ich mal wieder einen kompletten Blusenmonat?
Oder einen kompletten Hosen-Nähmonat? Denn auch da gibt es noch so einiges zu entdecken und optimieren.
Und sonst noch so? Blumenbinden möchte ich auch etwas lernen. Und ein Fotokurs interessiert mich. Also her mit den Workshops und auf zu neuen interessanten Ufern.

Und was hat das mit Langsamkeit aus der Überschrift zu tun? Ich muss nicht mehr hetzen und Produkte nähen, nicht mehr ständig neue Produktfotos schießen, sondern kann mich um mein Hobby kümmern. Und ja ich mach auch wieder Sport ...

Kreative Grüße